Mittwoch, 4. November 2009

Vermißt

Und ich weiß sogar, wer's war, auch, wenn ich es nicht beweisen kann.

Es handelt sich um eine Wiederholungstäterin.

Sie hat sich nie über kleinere Delikte hinausgewagt, weshalb von Strafverfolgung abgesehen wurde, aber jetzt ist es soweit: Die Gier nach Befriedigung des unseligen Freßtriebes dürfte zu stark gewesen sein, zumal in den letzten Wochen und Monaten keinerlei Vorfälle zu verzeichnen waren. Ich schließe daraus, daß sie - die Waschmaschine - sich nun nicht mehr mit Socken zufrieden geben wollte. Denn was diesmal fehlt, obwohl ich Stein und Bein schwöre, es in die Trommel gestopft zu haben, ist ein Kopfkissenbezug.

Ich warte nun bangen Herzens darauf, was weiter geschieht. Speibt sich die Waschmaschine an, weil ich der verzehrte Brocken doch zu groß war (und flutet, in stillem Gedenken an den vor einiger Zeit verschiedenen Geschirrspüler, die Wohnung?)?
Oder rückt sie den Bezug irgendwann wieder raus? Wenn ja, unter welchen Bedingungen? Vielleicht handelt es sich ja hier um eine noch nicht erkannte Geiselnahme ...

Montag, 2. November 2009

Vorsicht - PHTLS (= Rettungsdienst Bla-Bla)

Nur, falls es jemanden interessiert, wie das bei denjenigen welchen, deren Kurs ich besuche, gelehrt wird. Außerdem: vielleicht eine nette Zusammenfassung für jemanden, der danach sucht. Und für mich eine gute Übung, das alles mal halbwegs brauchbar zusammenzuschreiben):

A - Airway
- Fixierung der HWS durch Helfer 1
- Atemwege werden geprüft, gegebenenfalls Obstruktionen entfernt (Magillzange, Absaugen - auch unter Zuhilfenahme des Laryngoskops - unter Sicht)
- Freihalten der Atemwege dr. Helfer 1 (Güdeltubus, Esmarch-Handgriff)

B - Breathing
- Hochdosiert Sauerstoff über Maske dr. Helfer 2
- Helfer 1 die Atemfrequenz auszählen und weiterhin Atmung überwachen lassen (< 12, > 30 -> assistierte/kontrollierte Beatmung)
- Liegt die Luftröhre medial? (Nein -> V.a. Pneu!)
- Sind die Halsvenen gestaut? (Ja -> Einflußstauung ins Herz, ev. durch Herzbeuteltamponade, Pneu, ...)
- Thorax freilegen und begutachten, Stabilität dr. Druck von oben und von der Seite prüfen (Serienrippenfraktur -> möglicherweise Pneu!)
- Thorax auskultieren (einseitig abgeschwächte oder fehlende Atemgeräusche -> V.a. auf Pneu!)
- Sauerstoffsättigung (eventuell)

C - Circulation
- Sichtbare Blutungen dr. Helfer 2 stillen lassen
- Radialispuls tasten (tastbar: RR über 60-80 mm Hg systolisch, beachte außerdem auch Pulsqualität und Rhythmus.)
- Recap-Zeit (am Daumenballen) prüfen
- Hautfärbung, Schweißig?
- Palpation von Abdomen, Becken, Oberschenkel

Nun wird der Patient anhand der bereits vorliegenden Parameter als kritisch oder nicht kritisch eingestuft:
Kritisch bedeutet:
* A-Problem
* instabiler Thorax/einseitig abgeschwächte oder fehlende Atemgeräusche
* Miese Atemfrequenz (< 12, > 30)
* Kein Radialispuls tastbar
* Abwehrspannung im Abdomen
* Bruch großer Röhrenknochen (Oberschenkel)
* Bewußtseinseintrübung, GCS kleiner gleich 13
* Störung von Motorik/Sensibilität an den Extremitäten

Ist der Patient kritisch, wird er flottestens mittels Spineboard in den RTW verbracht. D und E, sowie weitere Maßnahmen (Zugang, Infusion, ...) werden während des Transports durchgeführt.

Ist der Patient nicht kritisch, kann er auch mittels Schaufeltrage und Vakuummatratze versorgt werden. D und E können noch vor Ort durchgeführt werden:

D - Disability
- Pupillencheck (Differenz -> V. a. SHT)
- GCS
- MDS aller Extremitäten

E - Exposure
- Entkleiden des Patienten für gründlicheren Bodycheck inkl. Arme, Kopf, Unterschenkel
- Sind weitere Verletzungen sichtbar?
- Wärmeerhalt

Donnerstag, 29. Oktober 2009

Sexy

Grüß Sie, junge Frau. Mein Name ist Charmebolzen.
Ich bin zwar nicht mehr ganz jung, sehe eher unter- bis durchschnittlich aus, und hab keine besonders erotische Lebenseinstellung, aber das hindert mich nicht daran, junge Damen anzubraten. Auch, wenn diese mir mehr als deutlich zu verstehen geben, daß sie:

a) bereits vergeben

und

b) nicht daran interessiert sind, den besten Mann der Welt mit einem lahmen Mittvierziger mit Motivationstief zu betrügen.

Ui, wird das lustig ... :))))

Sonntag, 18. Oktober 2009

Zielsicher

Die letzten Laborwochen waren arbeitsreich, aber ok, wat mutt, dat mutt. Natürlich beißt man da durch. Man kann ja die Laborpartner nicht hängen lassen.

Mich den einen laborfreien Tag bis 2 Uhr früh irre gemacht mit DNA und Enzymen und wasauchimmernoch, um die Prüfung am Freitag auf die Reihe zu kriegen. Die wiederholen zu müssen verdirbt mir den ganzen Zeitplan. Das geht nicht.

Das gleich darauf folgende, liebe lange Wochenende mit einer Schulung verbracht (ja, Samstag und Sonntag. Ganztags. An beiden Tagen.) - unbezahlt und freiwillig ... aber hat sich ausgezahlt. Es war interessant, sinnvoll und lustig (alle 3 Punkte treffen reichlich selten auf ein und die selbe Fortbildung zu) und es hätt mir leidgetan, wenn ich das nicht gemacht hätte.

Und nun ist da morgen ein freier Tag, einfach so. Ich hab vergessen, diesen Tag mit irgendwas zu füllen - ich weiß nicht warum. Da ist einfach nix. Ausschlafen, Füße hochlegen, gemütlich ein bißchen Wohnung putzen, einkaufen gehen, Wäsche waschen, wohl fühlen. Dachte ich, als ich heute früh eben jenes güldene, verheißungsvoll unbeschrieben-weiße Kasterl im Kalender erblickte.

Jetzt ist meine Nase zum Bersten voll und dieses komische Druckgefühl zieht sich von der Nasenwurzel zu den Schläfen, unscheinbar, aber störrisch genug, daß ich mir nicht sicher bin, ob es morgen weg oder noch schlimmer sein wird. Und auch Rückenschmerzen pirschen sich leise an, es fühlt sich an, als würde ich ständig auf . Der Organismus begreift zielsicher, wann Ausspannen angesagt wäre und weiß: "Jetzt brauch ich nicht mehr so tun, als ob's noch geht. Jetzt mag ich nämlich nicht mehr."

Klassischer Fall von selber schuld - weil ich selten nein sage und immer alles irgendwie unterbringen will.
Hilft aber nichts.
Es stehen ein fetter zweitägiger Erste Hilfe Kurs, die Sponsionsfeier der besten Mitbewohnerin, Geburtstagsgeschenk für Neffen finden und Arbeit bis zum Erbrechen in den Tagen vor und am Nationalfeiertag selbst an.

Wat mutt, dat mutt :-)

Donnerstag, 15. Oktober 2009

WTF?

Schneeregen?
Hallo????




Frierend zu lernen hat auch irgendwie seinen Reiz. Irgendwie.
Ich weigere mich standhaft, vor dem 1. November die Heizung aufzudrehen.
Aus Prinzip, verdammt noch mal.

Mittwoch, 14. Oktober 2009

bäh

heute: letzter labortag, nochmal vollgas.

morgen: ultimativer ich-strebere-mich-nieder lerntag für...

... übermorgen: laborendprüfung.


und dann kann ich mich wieder den schöneren dingen des lebens widmen ...

(die raterunde, was das wohl sein könnte, ist eröffnet ;-) )

Donnerstag, 8. Oktober 2009

Schon wieder

Labor-time.

Man pipettiert ... (Die Verlockung ist groß, die 20 µl Pipette auf 25 µl zu stellen. Nur ein einziges Mal!)

Man rechnet ... (Stellen Sie eine Lösung von 200 ml 5 mM Tris aus 1 M Tris her ... Sie benötigen 3 ng DNA in Ihrer Probe, wieviel bla bla bla ... Nichts was man nicht bewerkstelligen könnte. Aber nach 8 Stunden des Hirn-um-Moleküle-Schraubens ertappe ich mich dann dabei, daß ich Rechnung wie 1000/1000 in den Taschenrechner tippe. Dann muß man schnell "Clear" drücken und gucken, ob's eh keiner gesehen hat.)

Man rätselt ... ("War die geschnittene DNA über Nacht im Kühlschrank?" - "Ja." - "Sicher?" - "Ich glaub schon." - "Du GLAUBST?")

Man verzweifelt ... (Suchende Blicke auf den Agarplatten. Wir sehen nix. Kein einziges Kack-Bakterium, wo sie doch dort wuchern sollten wie blöd. Tutor kommt, Tutor schaut, Tutor stellt fest: auch er sieht nix. Daraus folgt: Es ist nix da ....)

Man hängt bis zu den Ellbogen im Labormüll ("Wie, was meinst du damit, das Eppi mit dem wir-sind-ewig-dran-gesessen-und-hätten-den-Rest-aufheben-sollen-Mix ist nicht mehr da?" - Deja vu.)

Same shit, different lab.
Trotzdem - man quält sich, steht sich die Beine in den Bauch, riecht zum x-ten Mal den modrigen Geruch von E. Coli bei der Arbeit, drängt sich mit anderen vor der Feinwaage ... und irgendwie ist es manchmal trotzdem lustig.

Montag, 5. Oktober 2009

frage ans leben I

warum verirrt sich das papiertaschentuch eigentlich immer in die dunkle wäsche?

Zum Rauszoomen ...


Nine Inch Nails
The Perfect Drug



Nine Inch Nails
Where Is Everybody?

Das kleine....

es gibt noch etwas anderes als "Lewin - Genes, 9. Auflage" und "Brock - Biology of Microorganisms" ...

Früher, als das Gras noch grün und die Kühe noch fett waren ...

November 2009
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Was is das da oben?

Wow ... Schon soviele?

Little Mia is watching you :-) ...

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Zuletzt aktualisiert: 4. Nov, 16:20

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