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Donnerstag, 4. Februar 2010

Sie wollen alles. ALLES!

SIE, die willenlosen Helfer von Ihnen, wollen alles: Alle Zeugnisse, alle Studienbuchblätter, alle Inskriptionsbestätigungen ... vermutlich sogar mein erstgeborenes Kind.

Sinn der Sache: Check-Up, ob ich auch immer brav meine 8h/Semester gesammelt und mir so die Studienbeihilfe verdient hab.

Fakt ist: Die 8 h hab ich nicht immer.

Trumpf im Ärmel: Fachärztliche Bestätigung über mein Rheuma und die darausfolgende Behinderung des erfolgreichen Studienablaufs. Und das ist nicht mal gelogen. Die Phase, in der meine Semesterstunden erbärmlich niedrig sind, ist genau die, in der die Diagnose und die Medikamenteneinstellung erfolgt sind. Abgesehen davon, daß man sich zu Beginn einer nicht heilbaren Erkrankung einfach mal eine Zeitlang wirklich leid tut und keinen Bock auf gar nichts hat (rückblickend betrachtet kann ich heute sagen, daß ich da ziemlich nah an einer Depression vorbeigeschrammt bin).

Die Frage ist: Erkennen DIE diese Bestätigung an? Und was mach ich, wenn nicht?

Donnerstag, 4. Februar 2010

Über die selbe Richtung

"Ihr habt's beide so eure Schwächen", meinte die beste aller Mitbewohnerinnen letztens reflektierend im Zuge eines Frauengesprächs, über Hase und mich, "aber trotzdem ... ihr schaut's beide in die selbe Richtung."

Ich kann nicht anders, als diese Formulierung immer wieder im Kopf herumdrehen.
Wohin schauen wir?

In Richtung einer, mit den diversen Fortbildungen, die Hase als auch ich anstreben, stressigen Zukunft, in der sehr viel minutiös geplant werden wird müssen, damit sich all unsere Aktivitäten ausgehen. In Richtung gemeinsamer Riesenurlaub, Auslandseinsätze, Bewältigung unser beider Wehwehchen, Umzug (wieder mal),...

Komme was da wolle ... aber das wichtigste ist, daß wir in die Zukunft schauen.

Dienstag, 2. Februar 2010

Bilder zur Woche :-)

math

maske

Montag, 1. Februar 2010

Vorstellungsgespräch ...

... am Montag. Ich schwanke zwischen frenetischer Freude (oh Gott, endlich keine Absage!) und Stein im Magen (oh Gott, ein Gespräch ...)

Irgendwelche Tips?

Dienstag, 26. Januar 2010

Der Klassiker

Das legendäre Schweizer Offiziersmesser für Sammler. Als weltweit gültiges Symbol für genialen Erfindergeist hat sich das echte Schweizer Messer als kleinste Werkzeugtasche der Welt- und unerlässlicher Helfer in allen Lebenslagen durchgesetzt. Ob für Biker, Angler, Golfer, Pfadfinder oder Wanderer. Das Sammlermesser Giant verfügt über 87 Werkzeuge mit 141 Funktionen. Es wird zusammen mit einem Zertifikat in einer dekorativen Schatulle geliefert. Maße: Heftlänge 8,5 cm, Gesamtbreite 24,0 cm.
Größe und/oder Gewicht: 30 x 30 x 20 cm ; 1,4 Kg(!!!)

Ja, das ist ein Taschenmesser. Und was für eins. Genauer gesagt, dieses hier:

giant-1
In besagter, dekorativer Schatulle.

giant-2
Now, that's the real thing!

Besonders zu empfehlen sind neben den unpackbaren Kundenrezensionen auch die Kundenbilder, die mit einer für Amazon ganz ungewöhnlichen Detailgetreue zeigen, wie vielseitig dieses Messerchen einsetzbar ist.

Enjoy!

thx to gbna.org!

Montag, 25. Januar 2010

No Hochgefühl no more

Ach, schön war's, das sich über den bestandenen Kurs freuen, das Anstoßen, das sich noch etwas mehr freuen.

Aber jetzt geht's as usual weiter: Sozialanthropologie Prüfung am Mittwoch. Und ein Polterabend will von mir als Trauzeugin geplant werden. Und außerdem sollte ich mir bis Ende Februar von irgendwoher einen gutbezahlten und erträglichen Teilzeitjob herzaubern.

Leben, du hast mich wieder ... (aber hättest du nicht noch ein Weilchen auf mich verzichten können?)

Samstag, 23. Januar 2010

Wie es war - Teil 3 (der letzte)

Die Gerätekunde war's, die dem Kollegen das Genick gebrochen hat, was für allgemeine - aber nur kurze - Sprachlosigkeit sorgt ... Schlucken bei jedermann. Es ist ernst. Man kann es sich tatsächlich versauen - gewußt haben wir's alle, aber auf den Beweis hätte jeder von uns verzichten können. Und dann auch noch ausgerechnet bei Gerätekunde, wo man "eh bloß" die Kastln erklären soll, mit denen man ohnehin schon seit Jahr und Tag arbeitet??
Aber dann beginnt schon das Gruppenkreuzverhör. Noch bevor der bemitleidenswerte Kollege beginnt, detailreich zu erzählen, wie fürchterlich er nicht ins Versagen geprüft wurde, verkrümle ich mich weg von der Praxisstation. Ich will das alles gar nicht hören, ich bin auch schon so angespannt genug.

Die Erleichterung ob der ersten erfolgreich bezwungenen Station hält leider nicht sehr lang. Oben bei der Theorieprüfung angekommen ist erstmal ein Belohnungskaffee dran. Würde ich noch rauchen, hätte ich vermutlich seit dem Aufstehen schon ein gutes Packerl hinuntergeheizt. Die Lust auf eine Zigarette - nur eine!! - ist schon da, aber viel schwächer, als ich dachte und an und für sich fällt es nicht schwer, standhaft zu bleiben. Zum Teil vermutlich auch deshalb, weil der Nervositätslevel allmählich wieder ansteigt und ich Mühe habe, einen nicht-medizinischen Gedanken länger als ein paar Sekunden im Kopf zu behalten. Ich stehe mir jetzt in der Schlange für die Prüfung über "Notfallmedizin" die Beine in den Bauch, während um mich herum sich die andern gegenseitig erzählen, welche Fragen sie bloß bitte nicht kriegen dürfen. Jeder hat so seine bloß bitte nicht-Fragen, meine sind gynäkologische Notfälle, Psychiatrie und Hygiene (in dieser Reihenfolge). Alles, meinetwegen auch Neugeborenenreanimation, denke ich in mich hinein, aber bloß bitte nix davon.

Nach einer halben Stunde bin ich dann dran mit Fragen ziehen, und darf dann noch 15 Minuten lang meine Antworten vorbereiten - zum Abdominaltrauma, Anatomie des Nervensystems und ... Psychiatrische Notfälle - waaah. Ich verlagere mich, wie schon oft bei mündlichen Prüfungen, auf die Frontalangriffstaktik und rede die Ärztin, die mich prüft, einfach gnadenlos nieder ... so gnadenlos, daß sie bei der Mitte meiner Ausführungen über die Organe des Abdomens w.o. gibt: "Ich sehe, Sie haben sich gut vorbereitet. Ich würde das jetzt gern etwas abkürzen, sonst werden wir nicht mehr fertig ...". Wir gehen über zu der von mir verhaßten Psychiatrie, die ich auch erstaunlich gut rüberbiegen kann - und so verlasse ich beschwingten Schrittes und wieder um einen ganzen Brocken erleichtert den Raum, um mich in die nächste Schlange zu stellen - Rettungswesen und Großschadensereignisse. Auch das klappt gut. Die Gerätelehre, bei der entweder das gute alte LP12 oder der Oxylog2000 geprüft werden, haut auch hin. Dafür, daß ich normalerweise mit einem anderen Beatmungsgerät arbeite, ist meine Beschreibung des Oxylog und seiner diversen Beatmungsmodi erstaunlich flüssig. Die Abschiedsworte dieses Prüfers sind: "Ohne sexistisch klingen zu wollen ... aber so ein Redeschwall, das ist typisch Frau. Dir muß man das aber wenigstens nicht aus der Nase ziehen."

Zu guter Letzt steht mir noch eine Prüfungsstation bevor, bei einem Doktor, den irgendwie keiner so recht einschätzen kann. Wenn er einen anlächelt, ist man sich nie sicher, ob das jetzt ermutigend sein soll ("Red nur weiter, das paßt schon"), belustigt ("Red nur weiter, selten so gelacht!") oder unheilschwanger ("Red nur weiter, dann kann ich dich zur Sau machen.") Dieserjenige prüft mich anhand eines theoretischen Fallbeispiels in Traumaversorgung, nochmal die unvermeidliche Liste 1 und EKG-Interpretation.

In diesem Fallbsp. ist ein 55-jähriger Elektriker beim Anschließen einer Stromschiene aufgrund eines Stromschlages von einer Leiter gestürzt, ist bei Bewußtsein und gut kontaktierbar und klagt über Schmerzen im Oberschenkel. Und wirklich gut hat sie gewirkt, die Gehirnwäsche - und auch das Trauma-Üben mit Hase , der sich ungezählte Beispiele aus den Fingern gesogen hat, damit ich den Algorhithmus durchgehen konnte, während ich Patient Kopfkissen abgetastet und versorgt habe ... - brav hab ich mein Programm abgespult. Sicherheit zuerst: Strom abschalten, Ersteindruck des Patienten, ABCDE, ...und auch bei der unvermeidlichen Diskussion mit dem Doc ob der Patient jetzt kritisch ist oder nicht bin ich eigentlich nicht so schlecht ausgestiegen, ebenso bei der Interpretation des EKG.

Und damit war's dann erledigt, ich war sehr ungläubig, daß es wirklich vorbei war, als es dann vorbei war. Da hatte ich nun ein Zetterl in der Hand, wo einige Unterschriften drauf waren, dieses hab ich abgegeben und heute per Post dafür ein echt super extrem geiles Zeugnis erhalten, wo dick und fett draufsteht, daß ich mir die Bezeichnung Notfallsanitäter auf die Brust, den Kopf, den Hintern und wohin auch immer sonst noch picken darf, und das auch noch mit Auszeichnung :-)

(Den Kater vom Morgen danach wünsch ich übrigens meinem ärgsten Todfeind nicht.)

Freitag, 22. Januar 2010

Wie es war - Teil 2

Mein Laufzettel sagt mir, daß im Keller des Prüfungsgebäudes ein internistisches Fallbsp. auf mich wartet, das in eine Reanimation münden wird. Auf die Art und Weise wird erstens ein wenig Diagnostik geprüft, und zweitens die berühmte Liste 1, die genau festlegt, wem ich unter welchen Umständen was in den Mund sprühen darf, sowie der Reanimationsalgorhithmus mitsamt Qualität von Beutelbeatmung und Herzdruckmassage - das betrifft eine Hälfte der Kursteilnehmer. Die andere muß ein praktisches Traumabsp. nach PHTLS absolvieren.

So steigen wir uns also zu ca. zehnt in dem schmalen Gang vorm Eingang zu den Prüfungsräumen gegenseitig auf die Füße. Da drin sollen wir beweisen, daß wir's wirklich drauf haben. Die Nervosität aus dem prä-Prüfungsstadium scheint bei uns allen jetzt etwas abgeflaut, überlagert von Erleichterung, das endlich mal was weitergeht, denn die ersten beiden Prüflinge sind schon drin ... auch wenn wohl jeder irgendwie Gänsehaut hat, wenn er dran denkt, daß er dann wirklich irgendwann in absehbarer Zeit dran ist. Nach ca. einer gefühlten Ewigkeit streckt der Prüfer und Lehrsani den Kopf durch die Tür und ruft "Der nächste Reanimateur bitte!" in die Runde, was alle leisen Unterhaltungen sofort zum Verstummen bringt.

Schweigen. Keiner rührt sich.

"Ja, ok, ich komm schon." Ich wuzzl mich aus der hintersten Reihe nach vorn und werde hinein zum entsprechenden Raum geführt. Man kann in diesem Keller so einiges üben - Bergung aus und Versorgung in unwegsamen Gelände, Unfälle auf Baustellen und mit Motorrädern und Autos (auch mit überschlagenen), und es gibt auch ein komplett eingerichtetes kleines Zimmer, mit Sofa, Bett, häßlichem Großtanten-Vitrinen-Wandverbau und der häßlichsten Tapete, die ein Designer je erdacht hat. Vor letzterem steh ich jetzt, die Tür ist verschlossen, der Zivi, mit dem ich das Beispiel durchziehen soll, steht mit mir draußen und meint nur "Du weißt eh ..."
"Jaja, du hast keine Ahnung von nichts", vervollständige ich und werfe nochmal einen Blick in den Rettungsrucksack und auf das LP12. Alles sieht gut aus. Na dann, let's get it on ...

Berufungsursache: Zimmerbrand, ein Patient wurde von der Feuerwehr aus der verrauchten Wohnung geborgen. Auf die unvermeidliche erste Frage, ob alles sicher ist, kommt die Antwort ja, also gehört der Patient/Prüfer, der im häßlichsten Zimmer der Welt auf einem Sessel sitzt und hustet, mir.
Neben der üblichen Anamnese gebe ich meinem Zivi Anweisungen (Sauerstoffgabe, Sauerstoffsättigung anklipsen, ....), die allerdings alle in der Luft verpuffen. Der Gute steht da, die Sauerstoff-Maske in der Hand und schaut mich groß an.
Lieber Himmel, der hat wirklich keinen Plan (oder er tut ganz oscarverdächtig so).

Einen letzten Versuch starte ich noch und will meinen Statisten Blutdruckmessen lassen, aber auch das scheitert - gut, dann mach ich eben alles selber. Druck 140/90, Puls 90 rhythmisch, EKG zeigt Sinusrhythmus, Sättigung 94. Währenddessen erkläre ich dem Patienten, daß er jetzt gleich einen Spray von mir bekommen wird, der ihm das Atmen erleichtert, frage Vorerkrankungen und Kontraindikationen ab und erkläre ihm, wie das Inhalieren funktioniert. Klappt alles bilderbuchmäßig.

Als mir der Prüfer erklärt, daß der Patient plötzlich bewußtlos wird, bin ich auf perverse Art erleichtert - sobald man reanimiert kann man kaum mehr etwas falsch machen, der Algorhithmus ist nach Jahren des Trainierens und Unterrichtens mittlerweile so eingebrannt, daß es keinen Unterschied mehr macht ob ich ihn morgens um 9 anwende oder mitten in der Nacht deswegen aufstehen muß - das sitzt. Der Zivi wird von mir - ausgleichende Gerechtigkeit? *hrhrhr* - zum Drücken verdonnert, ich kümmere mich um Anlegen der Defi-Elektroden, Notarzt-Verständigung und Beatmung.

2 Schocks später hat die Puppe , an die mein Prüfer danked den Reanimationsteil abgetreten hat, wieder Atmung und Puls. Mission accomplished.

Mein Prüfer und sein Beisitz, die mir beide genau auf die Finger geschaut haben, haben kaum etwas Negatives anzumerken. Das einzige, was man mir ankreiden konnte, war, daß ich vergessen hatte, den Reservoirbeutel an den Beatmungsbeutel anzustecken - ich gestehe, darauf hatte ich bei der Rucksackkontrolle nicht geachtet. Gab aber nur geringen Punkteabzug :)

Als ich, 50 Kilo leichter, die Prüfungshalle verlasse und wieder hinaus in den Gang trete, prasseln von allen Seiten die Fragen daher - wie war's, was war's, wurde fies geprüft, welche Fallen gab's? Ich gebe eine kurze Zusammenfassung und weiter komm ich auch nicht, denn der erste Kollege von der theoretischen Prüfung, die im Obergeschoß stattfindet, kommt durch die Tür, und zwar mit den Worten: "Ich bin durchgefallen."

Zum Rauszoomen ...




Culcha Candela
Monsta


Paul Kalkbrenner
Sky And Sand

Das kleine....

es gibt noch etwas anderes als "Lewin - Genes, 9. Auflage" und "Brock - Biology of Microorganisms" ...



Stephen King
Es

Früher, als das Gras noch grün und die Kühe noch fett waren ...

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