Donnerstag, 25. Juli 2013

Orientierung

Ich habe mir selbst einen Weg vorbetoniert, seit Jahren schon. Aber hin und wieder sehen manche Abzweigungen nicht schlecht aus. Geradezu verlockend, könnte man sagen. Wie so oft, wenn man wirklich lange auf etwas hinarbeitet, kommt irgendwann der Moment, in dem man sich fragt, ob man das, auf das man seit Jahren hinsteuert wie die Motte aufs Licht, wirklich will. Oder ob man das Ziel nur noch aus Gewohnheit verfolgt, weils immer schon so war. Wie eine totgelebte Ehe.

Wenn ich also meine Pläne über den Haufen schmeiße? Ich könnte was komplett neues machen. Kreativ vielleicht. Schreiben, fotografieren, ... um nur davon zu leben würd's nicht reichen, aber das könnte sich ja auch langsam entwickeln.

Ein anderer Weg führt in Richtung Fitness- und Ernährungstrainer. Hätte ich mir noch vor ein paar Jahren nicht vorstellen können (war ich doch lange der Paradeverfechter von "Sport ist Mord"), aber inzwischen habe ich Freude an Bewegung verschiedenster Art gefunden. Und es macht mir Spaß, auf meine Ernährung zu achten (also meistens zumindest. Heute zum Beispiel nicht so ;-) ).

Oder vielleicht doch Krankenpflege? Die medizinische Ausbildung noch weitertreiben? Oder Polizei, um immerhin bei einer Einsatzorganisation zu bleiben?


Die Ära meines Studiums neigt sich ENDLICH dem Ende zu, und dieses Ende mündet interessanterweise nicht auf eine Autobahn, sondern in einen Kreisverkehr... mit deutlich mehr Ausfahrtsmöglichkeiten als ich dachte und geplant habe. Aber wie so oft wird einem das Finden der Antwort (und der richtigen Ausfahrt) dann doch erleichtert. Mein "Navi" war ein erst kurz zurückliegender Amublanzdienst.

Ich hatte mich beim Aufstehen am Wochenende um 6 (!!!) noch mental gegeißelt, was mich nochmal genau zu dieser Schnapsidee, ehrenamtlich Ambulanzdienst am Wochenende zu leisten, gebracht hatte. Die Schuld versuchte ich gedanklich mehreren Menschen zuzuschieben, aber am Ende war's natürlich eh mein Bier. Zwingt mich ja keiner. Aber Motivation ist anders.

Der Morgen graute, mir auch, Roter Bulle und Kaffee flossen und irgendwann kam dann überraschenderweise die Anordnung des Gesamteinsatzleiters, dass die Mia ihr eigenes Sanitätszelt auf dieser Ambulanz leiten soll.

Über 300 Patienten, eine Packung Zigaretten und 14 Stunden später war wieder klar, dass der eigentlich schon vorbetonierte Weg wirklich die richtige Abzweigung aus dem Kreisverkehr ist. Die anderen sehen nicht schlecht aus ... und vielleicht werden sie in Zukunft irgendwann spruchreif.

Aber für jetzt hab ich mich grad schön eingeordnet und düse los. Mit Gasfuß.

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Ein bunter Mix aus Sanitätergedanken, Studentenqualen, zuwenig Schlaf, drei Jobs und einem zum Teil etwas wirren Privatleben. Lesen auf eigene Gefahr. Dass Beiträge immer verständlich und klar formuliert sind, wird hier nicht garantiert.

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Früher, als das Gras noch grün und die Kühe noch fett waren ...

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Zuletzt aktualisiert: 28. Jan, 01:32

Disclaimer

Eh klar. Alles erstunken und erlogen. Keine Ähnlichkeiten zu wem auch immer, egal ob lebend, tot, fiktional. Und mich gibt's in Wirklichkeit auch nicht.

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