[>>]

Dienstag, 17. März 2009

Der Knochenmann (SPOILER)

knochenmann

Ich sag's gleich, ich bin bekennender Hader-Fan und auch die Figur von Wolf Haas' Ex-Kieberer, Ex-Sani, nix-auf-die-Reihe-Krieger Brenner ist mir sehr ans Herz gewachsen. Das Buch zum Knochenmann, muß ich gestehen, hab ich leider (noch) nicht gelesen, wie die Umsetzung von Papier auf Leinwand ist, kann ich daher nicht beurteilen.

Viele alte Bekannte tauchen in "Der Knochenmann" nicht gerade auf. Mit von der Partie ist allerdings wieder Brenners früherer Zivildiener Berti(auch schon bekannt aus den früheren Haas-Verfilmungen "Komm, süßer Tod" und "Silentium"), mittlerweile Tonangeber (oder sich-als-Chef-Benehmer) einer Autoleasingfirma. Brenner hat den undankbaren Job, zahlungsunwillige Automieter des fahrbaren Untersatzes zu entledigen. Und so verschlägt es ihn also aus der Hauptstadt in die österreichische Einöde auf der Suche nach einem Herrn, der seine Raten nicht bezahlt hat. Und eigentlich nur, weil dem Brenner die Kellnerin im Gasthaus, wo er den Typ sucht, so gut gefällt, schlittert er natürlich wieder ins Chaos hinein ...

Soviel zur Handlung.

Hader spielt den Brenner, der auch in diesem Film in seinem Leben irgendwie nix weiterbringt, gewohnt souverän - der Mann bringt diese chronische Melancholie, Perspektivenlosigkeit und dieses gewisse "mir is eigentlich eh olles wurscht" einfach genau dosiert rüber. Die Situationskomik ist gelegentlich absehbar, kann sich zum größten Teil aber wirklich sehen lassen. Die Dialoge sind gewohnt göttlich, mehr kann man dazu nicht sagen ("So vü kennan Sie mir ned zahln, wie Sie deppad san!"/"Mei Lebn is schon lustig gnuag"/...).

Was sicherlich anders ist als in den vorangegangenen Filmen, ist die Tatsache, daß sich Brenner diesmal nicht mit einer ganzen Institution anlegt, sondern mit einem einzigen Mensch und seinen Abgründen zu tun hat. Diese Abgründe sind im Übrigen ziemlich finster und blutig: "Der Knochenmann" ist sicher nicht uneingeschränkt für Menschen zu empfehlen, denen leicht graust (ich sehe Backhendl im Moment selber noch ein wenig schräg an, muß ich gestehen. Von Gulasch ganz zu schweigen).
Als Landei bin ich sicherlich qualifiziert, festzustellen, daß die Inszenierung des Winz-Kaffs Klöch, wo sich alles abspielt, sehr brauchbar war. Scheiß-Wetter, ungute Straßen, nicht gerade die malerischste Umgebung, Leute, die "den Stadtmenschen" nicht gerade mit offenen Armen entgegenlaufen. Die Charaktere sind nicht unbedingt bestechend originell, aber eindringlich, glaubhaft und solide gespielt (v.a. Josef Bierbichler, der Gastwirt, ist ein Wahnsinn!), die Handlung ist schlüssig, das Ende skurril-komisch-tragisch mit einem Twist, den ich wirklich sehr genossen habe.

Alles in allem großartig. War den Eintritt wirklich wert!

Für mehr zum Film: klücken...
Potassium (Gast) - 2. Apr, 00:38

Nachdem ich, dank deiner Spoilerwarnung, den Eintrag bis heute nicht gelesen habe kann ich dir erst heute ungeteilt zustimmen.
Wirklich ein großartiger Film und war sein Geld wert. Allein die Dialoge zwischen Wirt und Brenner. Zum Brüllen!

Zum Rauszoomen ...




Leona Lewis
Happy

Das kleine....

es gibt noch etwas anderes als "Lewin - Genes, 9. Auflage" und "Brock - Biology of Microorganisms" ...



Stephen King
Es

Früher, als das Gras noch grün und die Kühe noch fett waren ...

März 2009
Mo
Di
Mi
Do
Fr
Sa
So
 
 
 
 
 
 
 1 
 5 
 7 
 8 
10
11
13
14
15
16
18
21
23
25
26
27
28
31
 
 
 
 
 
 

Was is das da oben?

Wow ... Schon soviele?

Little Mia is watching you :-) ...

Status

Online seit 811 Tagen
Zuletzt aktualisiert: 31. Dez, 13:44