Vorsicht - PHTLS (= Rettungsdienst Bla-Bla)
Nur, falls es jemanden interessiert, wie das bei denjenigen welchen, deren Kurs ich besuche, gelehrt wird. Außerdem: vielleicht eine nette Zusammenfassung für jemanden, der danach sucht. Und für mich eine gute Übung, das alles mal halbwegs brauchbar zusammenzuschreiben):
A - Airway
- Fixierung der HWS durch Helfer 1
- Atemwege werden geprüft, gegebenenfalls Obstruktionen entfernt (Magillzange, Absaugen - auch unter Zuhilfenahme des Laryngoskops - unter Sicht)
- Freihalten der Atemwege dr. Helfer 1 (Güdeltubus, Esmarch-Handgriff)
B - Breathing
- Hochdosiert Sauerstoff über Maske dr. Helfer 2
- Helfer 1 die Atemfrequenz auszählen und weiterhin Atmung überwachen lassen (< 12, > 30 -> assistierte/kontrollierte Beatmung)
- Liegt die Luftröhre medial? (Nein -> V.a. Pneu!)
- Sind die Halsvenen gestaut? (Ja -> Einflußstauung ins Herz, ev. durch Herzbeuteltamponade, Pneu, ...)
- Thorax freilegen und begutachten, Stabilität dr. Druck von oben und von der Seite prüfen (Serienrippenfraktur -> möglicherweise Pneu!)
- Thorax auskultieren (einseitig abgeschwächte oder fehlende Atemgeräusche -> V.a. auf Pneu!)
- Sauerstoffsättigung (eventuell)
C - Circulation
- Sichtbare Blutungen dr. Helfer 2 stillen lassen
- Radialispuls tasten (tastbar: RR über 60-80 mm Hg systolisch, beachte außerdem auch Pulsqualität und Rhythmus.)
- Recap-Zeit (am Daumenballen) prüfen
- Hautfärbung, Schweißig?
- Palpation von Abdomen, Becken, Oberschenkel
Nun wird der Patient anhand der bereits vorliegenden Parameter als kritisch oder nicht kritisch eingestuft - dies gilt nur, wenn der Patient sich z. B. eingeklemmt im Auto befindet. Ansonsten wird normal mit D und E weiterverfahren.
Kritisch bedeutet:
* A-Problem
* instabiler Thorax/einseitig abgeschwächte oder fehlende Atemgeräusche
* Miese Atemfrequenz (< 12, > 30)
* Kein Radialispuls tastbar
* Abwehrspannung im Abdomen
* Bruch großer Röhrenknochen (Oberschenkel)
* Bewußtseinseintrübung, GCS kleiner gleich 13
* Störung von Motorik/Sensibilität an den Extremitäten
Ist der Patient kritisch, wird er flottestens mittels Spineboard in den RTW verbracht. D und E, sowie weitere Maßnahmen (Zugang, Infusion, ...) werden während des Transports durchgeführt.
Ist der Patient nicht kritisch, kann er auch mittels Schaufeltrage und Vakuummatratze versorgt werden. D und E können noch vor Ort durchgeführt werden:
D - Disability
- Pupillencheck (Differenz -> V. a. SHT)
- GCS
- MDS aller Extremitäten
E - Exposure
- Entkleiden des Patienten für gründlicheren Bodycheck inkl. Arme, Kopf, Unterschenkel
- Sind weitere Verletzungen sichtbar?
- Wärmeerhalt
A - Airway
- Fixierung der HWS durch Helfer 1
- Atemwege werden geprüft, gegebenenfalls Obstruktionen entfernt (Magillzange, Absaugen - auch unter Zuhilfenahme des Laryngoskops - unter Sicht)
- Freihalten der Atemwege dr. Helfer 1 (Güdeltubus, Esmarch-Handgriff)
B - Breathing
- Hochdosiert Sauerstoff über Maske dr. Helfer 2
- Helfer 1 die Atemfrequenz auszählen und weiterhin Atmung überwachen lassen (< 12, > 30 -> assistierte/kontrollierte Beatmung)
- Liegt die Luftröhre medial? (Nein -> V.a. Pneu!)
- Sind die Halsvenen gestaut? (Ja -> Einflußstauung ins Herz, ev. durch Herzbeuteltamponade, Pneu, ...)
- Thorax freilegen und begutachten, Stabilität dr. Druck von oben und von der Seite prüfen (Serienrippenfraktur -> möglicherweise Pneu!)
- Thorax auskultieren (einseitig abgeschwächte oder fehlende Atemgeräusche -> V.a. auf Pneu!)
- Sauerstoffsättigung (eventuell)
C - Circulation
- Sichtbare Blutungen dr. Helfer 2 stillen lassen
- Radialispuls tasten (tastbar: RR über 60-80 mm Hg systolisch, beachte außerdem auch Pulsqualität und Rhythmus.)
- Recap-Zeit (am Daumenballen) prüfen
- Hautfärbung, Schweißig?
- Palpation von Abdomen, Becken, Oberschenkel
Nun wird der Patient anhand der bereits vorliegenden Parameter als kritisch oder nicht kritisch eingestuft - dies gilt nur, wenn der Patient sich z. B. eingeklemmt im Auto befindet. Ansonsten wird normal mit D und E weiterverfahren.
Kritisch bedeutet:
* A-Problem
* instabiler Thorax/einseitig abgeschwächte oder fehlende Atemgeräusche
* Miese Atemfrequenz (< 12, > 30)
* Kein Radialispuls tastbar
* Abwehrspannung im Abdomen
* Bruch großer Röhrenknochen (Oberschenkel)
* Bewußtseinseintrübung, GCS kleiner gleich 13
* Störung von Motorik/Sensibilität an den Extremitäten
Ist der Patient kritisch, wird er flottestens mittels Spineboard in den RTW verbracht. D und E, sowie weitere Maßnahmen (Zugang, Infusion, ...) werden während des Transports durchgeführt.
Ist der Patient nicht kritisch, kann er auch mittels Schaufeltrage und Vakuummatratze versorgt werden. D und E können noch vor Ort durchgeführt werden:
D - Disability
- Pupillencheck (Differenz -> V. a. SHT)
- GCS
- MDS aller Extremitäten
E - Exposure
- Entkleiden des Patienten für gründlicheren Bodycheck inkl. Arme, Kopf, Unterschenkel
- Sind weitere Verletzungen sichtbar?
- Wärmeerhalt
m_i_a - 2. Nov, 18:21
Potassium (Gast) - 2. Nov, 20:57
@Dominik: Und du weiters auch kein NFS i.A. bist und daher nicht zu dem Vergnügen kommst einen PHTLS Kurs zu machen ;-)
@Mia: Tip-Top Zusammenfassung. Hab gleich mal auf dich verlinkt :)
@Mia: Tip-Top Zusammenfassung. Hab gleich mal auf dich verlinkt :)
Dominik911 (Gast) - 2. Nov, 22:43
@Potassium: Ja eh...
Hab das EA für mich außerdem schon abgeschlossen; auch wenn ich die Dienste während der 1. beiden Sem. echt vermisse - die warn meines Erachtens der ideale Ausgleich zum Studium!
Wünsche euch aber natürlich viel Erfolg bei der NFS-Ausbildung! :-)
Hab das EA für mich außerdem schon abgeschlossen; auch wenn ich die Dienste während der 1. beiden Sem. echt vermisse - die warn meines Erachtens der ideale Ausgleich zum Studium!
Wünsche euch aber natürlich viel Erfolg bei der NFS-Ausbildung! :-)
schlurf - 2. Nov, 23:49
was mir auffällt:
dir gefällt das wörtchen durch wohl nicht.
ich dachte es heißt "esmarch-was?!?!" oder hast ihnen das beigebracht?
egal was es ist aber einen pneu hat der pat. immer ;-)
wenn ich zu D nicht mehr komm weil der Pat. kritisch ist und load and go mach (übrigens: wird der pat. dadurch ohne dr. geführt?) woher weiß ich dann dass der pat. gcs <13 is? wenn sonst alles passt? widerspricht sich doch oder?
aber sonst hast es anscheinend schon gut intus wennst es aus dem gedächtnis geschrieben hast. hab auch was mitnehmen können. das mit assistiert/kontroliert beatmen fand ich sehr nützlich!
dir gefällt das wörtchen durch wohl nicht.
ich dachte es heißt "esmarch-was?!?!" oder hast ihnen das beigebracht?
egal was es ist aber einen pneu hat der pat. immer ;-)
wenn ich zu D nicht mehr komm weil der Pat. kritisch ist und load and go mach (übrigens: wird der pat. dadurch ohne dr. geführt?) woher weiß ich dann dass der pat. gcs <13 is? wenn sonst alles passt? widerspricht sich doch oder?
aber sonst hast es anscheinend schon gut intus wennst es aus dem gedächtnis geschrieben hast. hab auch was mitnehmen können. das mit assistiert/kontroliert beatmen fand ich sehr nützlich!
mia (Gast) - 3. Nov, 19:47
ich mag "durch" überhaupt nicht. es hat einen etwas schlaffen klang.
esmarch wurde mittlerweile allen kursteilnehmern deutlichst eingebläut (oder eingebleut?) ... :-)
zu deiner anmerkung über gcs - jep, stimmt, so wie's da steht widerspricht sich das ganze etwas. aber es wurde so erklärt (oder zumindest hab ich's so verstanden), daß du ja
1. beim ersten kontakt ohnehin gleich einen eindruck vom patienten hast und daher abschätzen kannst, ob er eingetrübt ist oder nicht
und
2. daher die gcs schätzung bei "d" nur eine verfeinerung des ersten eindrucks darstellt.
wenns hart auf hart geht und der pat. wirklich **flott** ins kh muß, wird nach bedenken aller möglichkeiten zur not auch entschieden, ohne doc zu fahren. zu bedenken ist zb.:
- welche anfahrtszeit hat der doc? bin ich vielleicht schneller im nächsten traumazentrum, wenn ich nicht warte?
- kann ich mir den arzt vielleicht unterwegs per rendevouz aufs auto holen?
- wie schlecht ist der pat. beinand? hab ich die zeit, auf den arzt zu warten?
... etc. ...
esmarch wurde mittlerweile allen kursteilnehmern deutlichst eingebläut (oder eingebleut?) ... :-)
zu deiner anmerkung über gcs - jep, stimmt, so wie's da steht widerspricht sich das ganze etwas. aber es wurde so erklärt (oder zumindest hab ich's so verstanden), daß du ja
1. beim ersten kontakt ohnehin gleich einen eindruck vom patienten hast und daher abschätzen kannst, ob er eingetrübt ist oder nicht
und
2. daher die gcs schätzung bei "d" nur eine verfeinerung des ersten eindrucks darstellt.
wenns hart auf hart geht und der pat. wirklich **flott** ins kh muß, wird nach bedenken aller möglichkeiten zur not auch entschieden, ohne doc zu fahren. zu bedenken ist zb.:
- welche anfahrtszeit hat der doc? bin ich vielleicht schneller im nächsten traumazentrum, wenn ich nicht warte?
- kann ich mir den arzt vielleicht unterwegs per rendevouz aufs auto holen?
- wie schlecht ist der pat. beinand? hab ich die zeit, auf den arzt zu warten?
... etc. ...




Da ärger' ich mich sogar a bissl, daß ich die Uniform schon retourniert hab... :-/
(Auch wenn ich fast nur am KTW war^^)