der seelische Sezierkurs

Ich verlerne ich regelmäßigen Abständen, auf mich selbst zu hören.

Diese Basisbedürfnisse (nein, nicht wie zB. WiFi ;) ) wie genug Schlafen und Regeneration und Entspannung kürze ich immer wieder mal gern auf ein noch erträgliches Minimum herunter.

Was mich dann fasziniert (vor allem rückblickend, denn in der Situation selbst kriech ich so am Zahnfleisch, dass die einzige Faszination der Gedanke an ein nahendes Bett ist), ist die Tatsache, dass ich in just *dieser* Situation nicht die Reißleine ziehe. Nie.

Ich leg sogar noch eins drauf. Noch ein Termin, noch eine Verpflichtung, noch ein Kurs, noch eine Zusage. Noch mehr involvement, noch mehr Vorbereitung, noch mehr Hackln. Noch, noch, noch.

Wenn der Körper dann allmählich beginnt zu protestieren, möchte man meinen, ich behirne das. So wegen Gesundheitsbereich und sozialer Arbeit und Sensibilisierung und so.
Nope.

Dann schickt einen der Doc in Krankenstand (weils tatsächlich nicht mehr geht) und weil ich noch so rotiere, ist meine erste offizielle Handlung zu Hause, das Bad zu putzen. Weil Ruhe geben ist nicht. Erst Fieber und Weh und das Ganze drumherum hauen genug rein, dass ich wenig später tagelang nur am Herumliegen und Vegetieren bin.



Und jetzt beginnt der seelische Sezierkurs: *warum* ist das so?

Warum gestehe ich mir nicht zu, mich mal rauszunehmen? -> Weil sich die Welt nicht ohne mich dreht?

Wo ist das Gefühl hin, einen freien Tag genießen zu können, ohne ihn zuzumüllen? -> Woher kommt das, dass ich mir ständig alles mit Terminen zuschütten muss, um mich gebraucht zu fühlen?

Weshalb wage ich es, meine Gesundheit auf's Spiel zu setzen und bis zur körperlichen Erschöpfung zu arbeiten? Muss ich mich so sehr über meine Arbeit definieren, gibt's da nicht noch etwas mehr, was ich gut kann?

Das sind nur meine privaten Denkanstöße - es liegt noch viel Arbeit vor mir, um das und die dazugehörigen Gefühle und Hintergründe im Kopf zu sortieren und Schlüsse daraus zu ziehen. Aber das ist ein Knopf den ich definitiv aufkriegen muss. Im Moment habe ich aber nur das Gefühl, dass ich mit aller Kraft an einem Ende zerre und alles noch viel dichter wird.

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Ein bunter Mix aus Sanitätergedanken, Studentenqualen, zuwenig Schlaf, drei Jobs und einem zum Teil etwas wirren Privatleben. Lesen auf eigene Gefahr. Dass Beiträge immer verständlich und klar formuliert sind, wird hier nicht garantiert.

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Zuletzt aktualisiert: 28. Jan, 01:32

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Eh klar. Alles erstunken und erlogen. Keine Ähnlichkeiten zu wem auch immer, egal ob lebend, tot, fiktional. Und mich gibt's in Wirklichkeit auch nicht.

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