SMOKE ... on the water ...

Montag, 1. März 2010

b wie brainf*cked

gott weiß, ich war standhaft heute.

irgendwann um 10 - nachdem mich ein versicherungsmakler am telefon EINE STUNDE LANG mit einer wirklich ernüchternden penetranz gequält hat - kam zum ersten mal der gedanke "boah, ich möchte eine rauchen. jetzt. AUF-DER-STELLE."

aber der gedanke war gleich wieder weg. ich hätte gar nicht wieder dran gedacht, denn der pirscht sich öfter mal an, jagt seine hauer in mein gestreßtes fleisch und ruft das kleine nikotinmonster in mir wieder wach. man muß nur ignorieren, das hilft. und zu tun gibts genug, also ist verdrängen und vergessen eigentlich recht einfach.

aber ich schwöre, nachdem ich am nachmittag eineinhalb stunden lang ein und der selben tussi hinterhertelefoniert habe, war ich wirklich kurz davor, eine arme spendable seele im raucherkammerl anzuschnorren. (zumal mir die tussi nach besagten eineinhalb stunden von sich aus genau die info gab, die ich für sie recherchiert hatte und daß noch dazu in einem ton der eigentlich sofort die eigene schuhspitze ruckartig dorthin befördert, wo keine sonne scheint).

ich hoffe wirklich, daß der streßpegel in der arbeit in bälde beherrschbar wird. jeden tag völlig fertig und mit kopfweh heimzugehen kann's auch nicht sein.

Mittwoch, 20. Mai 2009

Wien wird Rom.

Das strenge Raucher-Regime zaubert mediterranes Flair in Wiens Innenstadt: Man trifft sich auf dem Gehsteig.

Auch, wenn obiger Artikel, im Gegensatz zu so manchem, was der Standard sonst verzapft, angenehm geschrieben ist ... als mediterranes Flair würd ich herumstehen und tschicken ned bezeichnen. Aber vielleicht geht auch die wohldosierte Ironie an mir vorüber. Man weiß es nicht.

Übrigens: erblickt noch irgendjemand einen Artikel über die Schweinegrippe? Na?

Montag, 12. Januar 2009

Und es geht dir gar nicht ab?

Ja, es sind altbekannte Gründe, das Rauchen aufzugeben.

Weiß man eh.

Will man eigentlich alles auch nicht hören. Ist auch unangenehm.

Betrifft einen ja dann doch auch selber, irgendwie.


Zahllose COPD-Patienten hab ich transportiert, die schon eine dekorative Heim-Sauerstoff-Flasche im Wohnzimmer stehen hatten, aus der sie brav ihre x l O2/Min über Nasenbrille abzapften. Manche hatten die Flasche auch mit Plastikblumen dekoriert.

Was COPD ist? Das, was hinter dem Raucherhusten und dem dazugehörigen schleimigen Auswurf steckt ... Atemnot bei Belastung, eine überblähte Lunge, die sich selbst nicht mehr ausreichend reinigen kann, ungenügende Sauerstoffversorgung des Körpers. 9 von 10 Rauchern bekommen COPD und sehr viele von ihnen sind irgendwann auf Heimsauerstoff angewiesen, weil die Lunge nicht mehr in der Lage ist, mit den 21 % O2, die in der Atemluft sind und die jedem Gesunden mehr als ausreichen, genug anzufangen.

Dennoch, in der Wohnung des Patienten, am Couchtisch, in der Küche, am Nachtkastl, randvolle Aschenbecher - "is eh schon egal" lautet die Devise. Besonders beliebtes Bild: Patient hockt auch noch mit Zigarette im Mund neben seiner Sauerstofflasche auf dem Sofa, wenn wir zur Tür reinkommen. Und läßt sich dann aus dem 4. Stock runtertragen, weil "i krieg ja so schlecht Luft, i kann kaum drei Schritte gehen."
Komisch, woran das wohl liegt?

Auf die Anmerkung, daß die Zigaretten es wohl nicht besser machen, kommt meist:
"Aber die Millitant', die hat 2 Packerl rote M. 100 am Tag g'raucht und war pumperlgsund und is 99 gwordn!"
Na und?
Die Millitant'n und ihre Nachbarn und Cousins väterlicherseits 4. Grades, die sich ein Leben lang vollgebofelt und dennoch biblisches Alter erreicht haben, sind dann doch eher in der Minderheit. Oder würde man, weil's einer mal überlebt hat, sich ein Ragout aus Knollenblätterpilzen zubereiten?

Nein, ich mache keine Metamorphose zum keifenden und spuckenden Kampfnichtraucher durch. Ich finde nur das Suchtverhalten, das ich selbst 6 Jahre lang gezeigt habe, im Nachhinein sehr interessant ... und vielleicht findet sich ja der eine oder andere Raucher unter euch auch darin wieder.

Die Chemotherapiepatientin (Lungenkrebs) muß noch 10 Minuten auf ihre Behandlung warten, stellt sich vor die Station raus und ... raucht gemütlich eine. Man schüttelt innerlich den Kopf. Lungenkrebs! Und dann noch rauchen, schon ein Wahnsinn *tstststs*. Beunruhigend, dieser Lungenkrebs. Zum Glück hab ich das nicht. Rauch ma mal eine.

Vor'm Hörsaal hocken, auf die Prüfung warten.
Ned wirklich nervös. Aber irgendwie schon. Unrund auf jeden Fall. Am besten sich eine anrauchen, das beruhigt und lenkt mich davon ab, daß ich, nüchtern betrachtet, viel zu wenig gelernt hab. Und was, wenn ned rauchen, macht man schon sonst, vor oder nach einer Prüfung? Ghört sich doch eigentlich so ...

Selbstbetrug rules.

Seit über 2 Monaten hab ich keine Zigarette mehr angerührt und interessanterweise auch kaum Gusto mehr drauf. Aber ich stell mich nach wie vor zu Freunden und Kollegen, die rauchenderweise beieinanderstehen, nur hab ich halt, wenn überhaupt, einen Kaffeebecher in der Hand. Die Gaudi ist aber die gleiche.

Stink ich halt nach dem Fortgehen oder nach einem Tratscherl im Raucherkammerl, steht mir ja frei, mich mit Rauchern im selben Raum aufzuhalten. [Auch, wenn ich begrüßen würde, nicht jedesmal wie ein G'selchtes daherzukommen (das im Vergleich doch noch um Häuser appetitlicher riecht).]

Nein, es geht mir nicht ab, nicht wirklich. Vielleicht alles in allem 5 Minuten in der Woche, Tendenz fallend.

Soll jeder rauchen, dem's Spaß macht. Ich war lange der Meinung, es würde mir Spaß machen, trotz der oben erwähnten O2-abhängigen COPD-Patienten. Obwohl ich mit eigenen Augen gesehen habe, wohin mich diese Tschickerei führen kann. Und überhaupt, Gesundheitsberuf. Sollten ned gerade WIR das am besten wissen?

Geh ... ich bin ja der Sani, und das ist der Patient. Klare Trennlinie, Uniform und so. Er krank, ich gesund. Umgekehrt? Geh, passiert mir nicht.
(Oder doch? Aber wurscht ... bis dahin hab ich ja eh aufgehört. Aber jetzt hab ich nur mehr 2 Tschick, kömma bitte bei der nächsten Trafik stehen bleiben?)

Montag, 29. September 2008

Hmm ...

... und das mit dem Rauchen ...
Es begann vielversprechend. Im Moment funktioniert es ... sagen wir mal nicht so wie geplant. Aber ich gebe nicht auf!

Dienstag, 16. September 2008

Versuch ich weiß nicht wieviel - Tag 1

So, außerdem starte ich einen weiteren - und zwar den letzten - Versuch, zum Nichtraucher zu werden.

Der letze Versuch deshalb, weil er endlich funktionieren wird.

Tag 1 meines Nichtraucher-Daseins war unspektakulär. Karotten gefuttert wie ein Weltmeister (Ersatzbefriedigung ... ) und eigentlich, wegen sehr viel zu tun in der Arbeit, keine Zeit gehabt, um drüber nachzudenken. Positiv wirken sich auch Schnupfen und kratziger Hals aus, die allein den Gedanken an ein Zigarettchen nicht soooo prickelnd sein lassen.

Schauma weiter ... ich bin zuversichtlich

About

Ein bunter Mix aus Sanitätergedanken, Studentenqualen, zuwenig Schlaf, drei Jobs und einem zum Teil etwas wirren Privatleben. Lesen auf eigene Gefahr. Dass Beiträge immer verständlich und klar formuliert sind, wird hier nicht garantiert.

Zum Rauszoomen ...


Massive Attack
Paradise Circus



Clara Luzia
Here's To Nemesis

Das kleine....

Früher, als das Gras noch grün und die Kühe noch fett waren ...

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Wow ... Schon soviele?

Little Mia is watching :-) ...

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Disclaimer

Eh klar. Alles erstunken und erlogen. Keine Ähnlichkeiten zu wem auch immer, egal ob lebend, tot, fiktional. Und mich gibt's in Wirklichkeit auch nicht.

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