Die letzten Laborwochen waren arbeitsreich, aber ok, wat mutt, dat mutt. Natürlich beißt man da durch. Man kann ja die Laborpartner nicht hängen lassen.
Mich den einen laborfreien Tag bis 2 Uhr früh irre gemacht mit DNA und Enzymen und wasauchimmernoch, um die Prüfung am Freitag auf die Reihe zu kriegen. Die wiederholen zu müssen verdirbt mir den ganzen Zeitplan. Das geht nicht.
Das gleich darauf folgende, liebe lange Wochenende mit einer Schulung verbracht (ja, Samstag
und Sonntag. Ganztags. An
beiden Tagen.) - unbezahlt und freiwillig ... aber hat sich ausgezahlt. Es war interessant, sinnvoll und lustig (alle 3 Punkte treffen reichlich selten auf ein und die selbe Fortbildung zu) und es hätt mir leidgetan, wenn ich das nicht gemacht hätte.
Und nun ist da morgen ein freier Tag, einfach so. Ich hab vergessen, diesen Tag mit irgendwas zu füllen - ich weiß nicht warum. Da ist einfach nix. Ausschlafen, Füße hochlegen, gemütlich ein bißchen Wohnung putzen, einkaufen gehen, Wäsche waschen, wohl fühlen. Dachte ich, als ich heute früh eben jenes güldene, verheißungsvoll unbeschrieben-weiße Kasterl im Kalender erblickte.
Jetzt ist meine Nase zum Bersten voll und dieses komische Druckgefühl zieht sich von der Nasenwurzel zu den Schläfen, unscheinbar, aber störrisch genug, daß ich mir nicht sicher bin, ob es morgen weg oder noch schlimmer sein wird. Und auch Rückenschmerzen pirschen sich leise an, es fühlt sich an, als würde ich ständig auf . Der Organismus begreift zielsicher, wann Ausspannen angesagt wäre und weiß: "Jetzt brauch ich nicht mehr so tun, als ob's noch geht. Jetzt mag ich nämlich nicht mehr."
Klassischer Fall von selber schuld - weil ich selten nein sage und immer alles irgendwie unterbringen will.
Hilft aber nichts.
Es stehen ein fetter zweitägiger Erste Hilfe Kurs, die Sponsionsfeier der
besten Mitbewohnerin, Geburtstagsgeschenk für Neffen finden und Arbeit bis zum Erbrechen in den Tagen vor und am Nationalfeiertag selbst an.
Wat mutt, dat mutt :-)
m_i_a - 18. Okt, 21:22